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Schnellladeparks aus Betreibersicht: Optimale User-Experience und Wirtschaftlichkeit im Einklang

Aktualisiert: 20. Juni 2023

Hinter den Kulissen mit Maria Bouillet und Dr. Andreas Pfeiffer

Maria Bouillet und Dr. Andreas Pfeiffer im Interview
Maria Bouillet & Dr. Andreas Pfeiffer über den Einklang von User-Experience und Wirtschaftlichkeit bei HPC-Parks

In dieser Episode unserer Serie "Hinter den Kulissen" sprechen wir mit Maria Bouillet, Senior Advisor, und Dr. Andreas Pfeiffer, Geschäftsführer und Gründer von greenventors GmbH. Sie ermöglichen uns einen Einblick in ihre Arbeit, indem sie zeigen, wie sie Betreiber von Ladestationen dabei unterstützen, ein optimales Nutzererlebnis beim Schnellladen von Elektrofahrzeugen zu entwickeln und umzusetzen, ohne die Aspekte der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen.

Betreiber sind oft stark in operative Details vertieft und schätzen die Zusammenarbeit mit uns, um frischen Input und aktive Hilfe bei der Umsetzung zu erhalten. Dr. Andreas Pfeiffer

Vielen Dank, dass Sie heute hier sind. Könnten Sie uns zunächst erläutern, welche Faktoren aus Ihrer Sicht eine perfekte User Experience beim Schnellladen von Elektrofahrzeugen ausmachen?

Dr. Pfeiffer: Eine perfekte User Experience beinhaltet mehrere Schlüsselfaktoren: die richtige Standortwahl, die Verfügbarkeit und Vielzahl von Ladestationen, Schnellladeoptionen, robuste und damit zuverlässige Infrastruktur, gute Zugänglichkeit, Sicherheitsmaßnahmen, faire, transparente Preisgestaltung und einen leistungsfähigen Wartungsplan. Besonders wichtig ist aber aus unserer Sicht auch ein hochwertiger Kundenservice im Betrieb, da er über die letztendliche Akzeptanz des Angebots entscheidet.


Wie unterstützt greenventors die Betreiber dabei, diese optimalen Bedingungen zu schaffen und wirtschaftlich zu betreiben?

Dr. Pfeiffer: Oft sind Betreiber tief in operative Details eingebunden und schätzen es, mit uns zusammenzuarbeiten, um neuen Input und aktive Unterstützung bei der Umsetzung zu erhalten. Als markt- und praxiserfahrener Partner stehen wir Betreibern mit Rat und Tat zur Seite. So unterstützen wir sie bei der Planung und Optimierung ihrer Ladeinfrastruktur. Das fängt beispielsweise schon in der Planungsphase bei der Standortwahl mit unserem greenventors-Index an. Dieser liefert zu potenziellen Standorten nachvollziehbare und neutrale Bewertungen in Bezug auf ihre Eignung als Schnellladepark. Weiterhin können wir aufgrund unserer breiten und tiefen Praxiserfahrung bei der Netzplanung wertvolle Hinweise für die konkrete Umsetzung liefern und die Kommunikation zum Netzbetreiber auf Augenhöhe vereinfachen. Unsere Technikexperten stehen bei der Auswahl der richtigen Systeme und Komponenten bereit und liefern so auch kurzfristig wichtige Informationen, um die richtige Entscheidung zu treffen. Für die Betriebsphase eines Ladeparks hinaus beraten wir zu Servicestrategien und unterstützen bei deren Umsetzung.


Mit unserem greenventors-Index liefern wir eine nachvollziehbare und neutrale Bewertungen für einen realen Standort in Bezug auf die Eignung als Schnellladepark. Dr. Andreas Pfeiffer

Was sind aus Ihrer Erfahrung heraus die wichtigsten Faktoren bei der Standortwahl und wie kann ein Unternehmen von einer Zusammenarbeit mit greenventors in diesen Bereichen profitieren?

Dr. Pfeiffer: Aus unserer Marktforschung heraus haben wir kritische Faktoren beim Aufbau eines erfolgreichen Ladeparks identifizieren können. So führen wir bei greenventors detaillierte Marktanalysen durch, um die Bedürfnisse und Präferenzen der potenziellen Nutzer zu verstehen. Das kann von der erwarteten Ladegeschwindigkeit bis hin zu gewünschten Annehmlichkeiten reichen. Zum Beispiel haben wir für einen Kunden in einem stark urbanisierten Gebiet festgestellt, dass die Nutzer einen hohen Wert auf Schnelllademöglichkeiten und Zugang zu Einzelhandelsgeschäften legen. Diese Einblicke halfen uns, den greenventors-Index zu entwerfen. Dieser hilft dabei einen maßgeschneiderten Ladepark zu entwerfen, der den speziellen Bedürfnissen der Elektrofahrer gerecht wird.


Frau Bouillet, könnten Sie uns mehr darüber erzählen, wie wichtig ein hochwertiger Kundenservice in diesem Bereich ist und welche Herausforderungen es in der Ausgestaltung gibt?

Fr. Bouillet: Sehr gerne. Aus meiner eigenen Erfahrung als ehemalige Operationsverantwortliche bei einem Ladestationsbetreiber weiß ich, dass Kundenservice entscheidend ist, wenn es um die Akzeptanz und den Erfolg von Elektromobilität geht. Typische Projektfragestellungen in diesem Bereich betreffen die Verfügbarkeit von Unterstützung, sei es über den 1st-Level-Support - eine 24/7-Kundenservice-Hotline, Live-Chat oder eine gut dokumentierte FAQ-Sektion-. Die Herausforderung besteht darin, diesen Service effizient und kundenorientiert zu gestalten. Die Erhöhung der First Touch Resolution Rate – der Problembehebung beim ersten Kontakt - sollte hier das Ziel sein. Aber auch der 2nd-Level-Support ist wichtig, denn bei einem steckengebliebenen Ladekabel muss es eine Person geben, die praktisch - am besten aus eigener Erfahrung - helfen kann. Auch digital abrufbare Video-Tutorials können hier eine einfach verständliche und praktische Hilfe sein!

Bei greenventors definieren und optimieren wir zusammen mit den Betreibern ihre Kundenservice-Strategien, indem wir Best Practices und innovative Lösungen aus unserer Praxiserfahrung einbringen. Maria Bouillet, Senior Advisor

Und wie unterstützten Sie die Betreiber in dieser Hinsicht?

Fr. Bouillet: Bei greenventors helfen wir den Betreibern, ihre Kundenservice-Strategien zu definieren und zu optimieren. Wir bringen Best Practices aus unserer eigenen Praxiserfahrung ein und entwickeln gemeinsam mit dem Kunden innovative Lösungen. Unser Ziel ist es dabei sicherzustellen, dass sowohl unsere Kunden als auch die Elektrofahrer schnell und effektiv Hilfe erhalten. Unser Ziel ist es, dass sich die Elektrofahrer sicher und gut betreut fühlen. Dazu gehört auch, dass Betreiber Daten zu Kundenerfahrungen strukturiert erfassen, Problemlösungen dokumentieren und so datenbasiert Ladeerfahrung für ihre Kunden optimieren.

Dr. Pfeiffer: Gerne möchte ich hier ergänzen, dass aus unserer Sicht Daten ein wesentliches Werkzeug zur stetigen Verbesserung sind. Durch die Analyse von Nutzungsdaten können wir beispielsweise feststellen, wann die Hauptnutzungszeiten sind und ob es Muster im Nutzungsverhalten gibt. Auf dieser Grundlage können wir dann Empfehlungen für flexible Preismodelle oder Anpassungen im Betriebsablauf geben. Unsere Erfahrung und unser datengetriebener Ansatz ermöglichen es uns, maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln, die ihren Erfolg in diesem wachsenden Markt maximieren.


Dr. Pfeiffer, Sie haben verschiedene Maßnahmen erwähnt, die zur Verbesserung der User-Experience bei der Schnellladung von Elektrofahrzeugen beitragen. Wie wirken sich diese Maßnahmen auf die Wirtschaftlichkeit des Ladeparks aus? Auf den ersten Blick scheinen sie ja zunächst als Kostenfaktor aufzutreten.

Dr. Pfeiffer: In der Tat erfordern diese Maßnahmen zunächst Investitionen. Aber wir sehen sie eher als Investitionen in die Kundenzufriedenheit und damit in die langfristige Rentabilität des Ladeparks. Eine verbesserte User Experience kann zu einer höheren Nutzung der Ladestationen führen, was die Einnahmen erhöht. Darüber hinaus kann ein zufriedener Kunde zu einem wiederkehrenden Kunden werden und sogar neue Kunden durch Mundpropaganda gewinnen. Außerdem kann ein hervorragender Kundenservice dazu beitragen, Probleme schnell zu lösen und dadurch teure Ausfallzeiten zu minimieren. Daher glauben wir, dass diese Investitionen in die Verbesserung der User-Experience sich letztlich positiv auf den Business Case des Ladeparks auswirken.


Vielen Dank, Maria Bouillet und Dr. Andreas Pfeiffer, für diese wertvollen Einblicke. Es ist ermutigend zu sehen, wie viel Wert greenventors auf eine gute Nutzererfahrung beim Schnellladen von Elektrofahrzeugen legt. Wir sind gespannt auf die zukünftigen Entwicklungen in diesem Bereich.

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